anuka-Honig ist eine spezielle neuseeländische Honigsorte, die sich bei Neurodermitis dank ihrer einzigartigen Zusammensetzung von enormen Nutzen erweist. Ich habe selbst mehrere Marken ausprobiert und tatsächlich bedeutsame Verbesserungen bemerkt.

Wirkung aller Honigsorten

Honig hat seit jeher in aller Welt seinen Platz in Wundheilung und Behandlung von Hautbeschwerden. In der ayurvedischen Medizin wird Honig für Schnittwunden, Ekzeme, Dermatitis oder Verbrennungen benutzt. Honig enthält auch viele Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Magnesium, Kalium, Zink oder Selen.

Zahlreiche Studien haben sich mit der topischen Anwendung von Honig beschäftigt, wobei antimikrobielle und entzündungshemmende Wirkungen in der Haut nachgewiesen wurden. Ebenfalls wurde festgestellt, dass der Honig und seine Bestandteile die Produktion von Zytokinen modulieren. Als Zytokine werden Proteine bezeichnet, die die Differenzierung und Proliferation von Zellen regulieren, und sich somit an der Immunantwort der Haut beteiligen. Immunregulatorische Wirkungen wurden bei verschiedenen Honigsorten nachgewiesen, doch bei Manuka-Honig sind diese besonders hoch.

Immunregulatorische Wirkungen des Manuka-Honigs

Manuka-Teebaum
Manuka-Teebaum

Manuka-Honig wird von Honig-Bienen (Apis mellifera) produziert, die sich vom Manukabaum (Leptospermum scoparium) ernähren. Die moderne Medizin erkennt vor allem die Wirkung von Manuka-Honig bei topischen (lokalen) Anwendung für Wunden. Es wurde für die klinische Praxis in den USA, Australien, Kanada, Großbritannien und Neuseeland abgestimmt.

Zwar sind die Mechanismen noch nicht zur Gänze geklärt, aber es wird angenommen, dass der Honig die Entzündung hemmt, indem er die freien Radikale an der entzündeten Stelle verhindert. Eine Studie hat im Jahr 2012 aufgezeigt, dass der rohe Manuka-Honig einen hohen Gehalt von Methylglyoxal (MGO) hat und dass genau dieser Stoff für die Inhibition (= Unterdrückung) der TNF-α-Produktion verantwortlich ist. TNF-α (ein Zytokin) ist bei lokalen und systemischen Entzündungen beteiligt und hat wichtige Funktionen in der Immunantwort.

Wichtig ist dabei, dass Sie einen Manuka-Honig mit der Bezeichnung mindestens „MGO 400“ benutzen, da verschiedene Gehalte von MGO unterschiedliche Effekte verursachen; Manuka-Honig mit GMO 250 in dünnen Konzentrationen hat einen eher negativen Effekt, weil er die TNF-α-Produktion fördert. Ich habe mit dem „MGO 600“ sehr gute Erfahrungen gemacht.

Verwendung

Manuka-Honig kann zur lokalen Anwendung zusammen mit Olivenöl und Bienenwachs gemischt werden. Diese Kombination wurde als besonders effektiv bei Neurodermitis belegt, aber auch bei anderen Hauterkrankungen wie Psoriasis, Pityriasis versicolor, Tinea crusis oder seborrhoischer Dermatitis.

Natürlich ist es empfehlenswert, diesen Honig auch innerlich zu benutzen und regelmäßig in Tees zu geben. Während sie andere Süßmittel eher vermeiden sollten, ist der Manuka-Honig in vernünftigen Mengen sehr hilfreich!

Die besten Produkte

Ich habe die folgenden Produkte ausprobiert und ganz ehrlich muss ich sagen, dass bei denen, die den MGO-Gehalt 400 und höher haben, habe ich kaum Unterschiede bemerkt. Bei einem mit MGO 250 kam es zwar auch zu Verbesserungen, jedoch nicht so deutlich wie bei höheren Zahlen.

Quellen:

Irish J, Blair S, Carter DA. The antibacterial activity of honey derived from Australian flora. PLoS One. 2011 Mar 28;6(3):e18229. doi: 10.1371/journal.pone.0018229.

Kuncic MK, Jaklic D, Lapanje A, Gunde-Cimerman N. Antibacterial and antimycotic activities of Slovenian honeys. Br J Biomed Sci. 2012;69(4):154-8.

Majtan J, Bohova J, Garcia-Villalba R, Tomas-Barberan FA, Madakova Z, Majtan T, Majtan V, Klaudiny J. Fir honey dew honey flavonoids inhibit TNF-α induced MMP-9 expression in human keratinocytes: A new action of honey in wound healing. Arch Dermatol Res. 2013 Sep;305(7):619-27.

Chepulis LM, Francis E. An initial investigation into the anti-inflammatory activity and antioxidant capacity of alpha-cyclodextrin-complexed Manuka honey. J Complement Integr Med. 2012 Sep 24;9:Article 25.

Al-Waili NS. Topical application of natural honey, beeswax and olive oil mixture for atopic dermatitis or psoriasis: Partially controlled single blinded study. Complement Ther Med. 2003 Dec;11(4):226-34.

Al-Waili NS. An alternative treatment for pityriasis versicolor, tinea cruris, tinea corporis and tinea faciei with topical application of honey, olive oil and beeswax mixture: An open pilot study. Complement Ther Med. 2004 Mar;12(1):45-7.

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